Plastikfrei im Badezimmer

Zero Waste ist im vergangenen Jahr für mich ein wichtiges Thema geworden. In vielen Bereichen fällt es mir noch schwer, plastik- bzw. verpackungsfreie Alternativen zu finden, aber vor allem im Bad lässt sich der Trend erstaunlich leicht und konsequent umsetzten.

Hier soll es heute also um plastik- bzw. verpackungsfreie Produkte für’s Badezimmer gehen – ich zeige dir, welche Produkte ich in letzter Zeit gekauft und verwendet habe und ob sie als Alternative für mich etwas taugen…

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Hände waschen

Das ist wohl am einfachsten – entweder verwendet man ein festes Stück Seife, oder aber man füllt sich im Unverpacktladen Flüssigseife in einen eigenen Behälter ab. Alternativ kann man Flüssigseife auch selbst herstellen, indem man geraspelte Kernseife in abgekochtem Wasser auflöst.

Duschen

Ein Stück feste Seife kann nicht nur die Flüssigseife am Waschbecken, sondern auch das Duschgel und den Rasierschaum ersetzen. Gut gefallen hat mir zum Beispiel die Soap Bar Carpe Diem von Speick, die allerdings Palmöl enthält. Deshalb teste ich gerade Aleppo Seife, also reine Olivenöl-Seife. Und natürlich kann man sich auch Duschgel im Unverpacktladen abfüllen, wenn man einen in der Nähe hat.

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Haare waschen

Als erstes habe ich es mit Haarseife versucht und mir im Bioladen eine Sensitiv-Haar-Seife mit Schwarzkümmel-Öl von Finigrana gekauft. Nach der ersten Wäsche waren meine Haare ein bisschen strohig, aber sauber. Beim zweiten Versuch war der Ansatz wieder schön sauber, aber der Rest der Haare fühlte sich verklebt an, und auch mit einer sauren Rinse konnte ich daran nichts ändern. Als nächstes habe ich mir im Unverpacktladen Shampoo in eine Glasflasche abgefüllt und es damit versucht. Nach dem Waschen sahen meine Haare völlig okay aus und fühlten sich ganz normal an, der Geruch des Shampoos hat mir aber gar nicht zugesagt – leider gibt es in den meisten Unverpacktläden da noch nicht so eine große Auswahl… Deshalb habe ich mir dann ein ShampooBit von Rosenrot gekauft, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin – eine ausführliche Review dazu wird es hier bald geben! Danach werde ich das feste Shampoo von Lamazuna testen – mal schauen, für welches ich mich dann auf Dauer entscheide.

Haare pflegen

Neben festem Conditioner, den es z.B. von Rosenrot gibt, kann man für die Spitzen Haaröl oder einfach Olivenöl verwenden. Außerdem wirkt ein wenig Sheabutter hier Wunder.

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Abschminken

Ich liebe meine Abschminkpads ja über alles. Sie sind weich, praktisch und wirklich nicht teuer, wenn man bedenkt, wie lange man sie verwenden kann! Gefunden habe ich sie im Bioladen (ca. 6€ für 4 Stück) – genau so gut kann man solche Pads aber auch selbst nähen oder einen Waschlappen verwenden. Außerdem verwende ich zum Abschminken gerne die Alverde Naturschön Reinigunsmilch oder reine Sheabutter, denn diese finde ich gerade für die Augenpartie angenehmer als Reinigungsmilch oder Kokosöl…

Gesichtscreme

Im Drogerie-Bereich sind hier wohl die Produkte von Alverde Naturschön ein absoluter Vorreiter, ich verwende zum Beispiel das Serum. Neuerdings gibt es von Fair Squared aber auch Gesichtscreme im „Pfandglas“ – diese findet man in einigen Unverpacktläden, sie ist aber leider ziemlich teuer…

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Bodylotion

Statt Bodylotion kann man einfach ein Körperöl, wie zum Beispiel das von Terra Naturi, oder reine Sheabutter verwenden, die man direkt nach dem Duschen auf die noch nasse Haut aufträgt. In vielen Unverpacktläden und bei Lush findet man außerdem sogenannte Lotion Bars, also feste Bodylotion. Und wenn es etwas mehr Aufwand sein darf, kann man Bodylotion auch selbst herstellen.

Lipbalm

In einigen Drogeriemärkten, Unverpacktläden und Onlineshops gibt es mittlerweile Lipbalm in Metalldöschen, zum Beispiel von Hydrophil, i+m oder Fair Squared. Alternativ kann man auch diesen ganz einfach selbst herstellen.

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Deo

Deocremes gibt es mittlerweile in fast jedem Bio- und Unverpacktladen, und die meisten kommen ganz ohne Plastikverpackung aus. Vor ein paar Wochen habe ich mir die i+m Deocreme gekauft, die mir bisher sehr gut gefällt. Außerdem kannst du deine Deocreme natürlich selbst herstellen. Von der Marke Ben&Anna gibt es seit kurzer Zeit auch Deosticks in der Pappverpackung, die man einfach mit dem Daumen nach oben drücken kann. Ich habe mir neulich einen Stick in der Sorte Persian Lime gekauft, mag den Geruch aber nicht so gerne…

bürsten & Kämme

Im Alltag verwende ich eine ganz einfache Holzbürste und einen Kamm aus dem Bioladen. Seit einigen Wochen besitze ich auch noch eine Wildschweinborsten-Bürste, die überschüssiges Sebum aufnimmt und es beim Bürsten in den Haarlängen verteilt. Um sie zu säubern verwende ich den kleinen Bürsten-Reiniger aus Draht und Holz und ein bisschen Seife oder Shampoo.

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Zähne putzen

Bambuszahnbürsten gibt es mittlerweile sogar bei dm und Müller zu kaufen – diese können nach einigen Wochen bis Monaten (bis auf die Borsten) einfach kompostiert werden. Statt Zahnpasta kann man Denttabs, feste Zahnpasta oder Zahnputzpulver verwenden – letztere gibt es in den meisten Unverpacktläden und Denttabs sind mittlerweile sogar bei dm in Papiertüten erhältlich. Und auch kompostierbare Zahnseide in Glasflakons bzw. Papiertütchen gibt es in den meisten Unverpacktläden und sogar in einigen Bioläden.

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Wie stehst du zum Thema Zero Waste – und in welchem Bereich fällt es dir am schwersten, plastikfrei zu leben?

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24 thoughts on “Plastikfrei im Badezimmer

  1. Ja, genau…deshalb fällt es mir auch so schwer da eindeutige Entscheidungen zu treffen oder etwas als perfekte Lösung darzustellen. Und klar, bevor ich 4 von 5 Orangen wegwerfe (obwohl man da ja immer Saft draus pressen kann ;D) und das Netz, ist eine einzelne besser. Andererseits konventionell und dann vielleicht pestizidverseuchter Boden und die Konsequenzen? Oder dann lieber zum Bioladen, aber zu weit weg und kein Öffentlicher Nahverkehr und dann doch Auto…? Hach ja, der berühmte Sack in China, der dann doch irgendwie auch relevant ist.
    Ich muss ja ein bisschen über mich selbst grinsen; ich hab‘ den Ausflug in die Welt der Seifen auch schon hinter mir (deshalb gibt es auf meinem Blog tatsächlich auch einen Artikel über Steffis Hexenküche :D). Warum meidest Du Parfüm und Titandioxid? Also bei Duftstoffen gehe ich grundsätzlich d’accord, wobei die Bezeichnung Parfum immer eine etwas mildere Form meint (Duftstoffe mit hohem allergiepotential müssen extra ausgewiesen werden, wie Linalool & Co).

    1. Parfüm meide ich, weil ich in einem Buch („Gorgeously Green“, das wollte ich hier auf dem Blog auch noch vorstellen) gelesen habe, dass sich hinter der Bezeichnung „Fragrance“ (also Parfüm) zum Beispiel Phthlates verbergen können – ich weiß nicht, wie das in der EU bzw. in Deutschland geregelt ist und habe es deshalb vermieden (es sei denn, auf der Verpackung stand ausdrücklich, dass es natürliche Duftstoffe aus ätherischen Ölen sind)… Und bei Titanium Dioxide ist es im Grunde ähnlich – das ist „möglicherweise krebserregend“ falls der Stoff eingeatmet wird und ein Tierversuch zeigt Tumorbildung bei oraler Aufnahme. Klar, ich schlucke meine Zahnpasta nicht einfach so runter, aber bei dem Gedanken, dass da Titandioxid drin ist, ist mir irgendwie unwohl…

  2. Hi Sonja!
    Diese Bio-Wattepads (waschbar) kannte ich bisher noch gar nicht. Total cool, werde ich mir sofort holen!

    Bei der Bio-Haarseife musste ich auch ewig rumprobieren. Habe irgendwie durch Zufall einen Bio-Seifenladen hier entdeckt und die Verkäuferin hat mir eine Lavendel-Olivenöl Seife empfohlen. Die riecht erstens ganz toll, durch das Öl hast du dann aber auch nicht diesen Stroheffekt, finde ich klasse! Such vielleicht mal was auf Olivenöl-Basis.

    Und dann noch ein Tipp: Die Mineralerde von margilé. Die kommt immerhin in Glastiegeln und ist super multifunktional. Kannst du für Peelings, als Shampooersatz, Trockenshampoo, Haar- und Gesichtsmasken sowie Deo nehmen. Dadurch habe ich schon SEHR viele Tübchen und Verpackungen gespart und die Reihe ist echt klasse!

    1. Die Pads sind wirklich super praktisch, kann ich dir nur empfehlen 😉
      Eventuell werde ich einfach mal meine Aleppo Seife für die Haare testen, aber ich habe mir heute im Unverpackt-Laden auch schon ein bisschen Shampoo in eine Glasflasche gefüllt, das ist ja auch eine Option… 😊 Danke für den Tipp, das muss ich mir unbedingt mal anschauen!! Zurzeit habe ich noch die Heilerde von Luvos (im Pappkarton), mit der ich mir oft Masken anrühre, und vielleicht taugt die ja dann auch als Shampoo-Ersatz 😉

      LG, Sonja

      1. Aleppo hatte ich auch mal, fand ich nicht schlecht. Für mich etwas stark austrocknend, genau das gleiche Problem hatte ich mit Luvos. Und – die Erde ist etwas grob gemahlen finde ich, was dann zu so Klümpchen im Ansatz führt. Mag daher auch die margilé lieber, die ist echt ultrafein gemahlen :-)

        Unverpackt-Läden gibt es bei uns im Ort leider nocht nicht, da warte ich ja noch drauf :-D

        1. Ah, interessant! Ich werde trotzdem beides mal probieren, aber wenn’s nicht klappt, weiß ich ja dann schon, was besser funktionieren könnte… ;-) Danke nochmal für die Tipps!

          Oh, dann hoffe ich doch mal für dich, dass bei euch bald auch ein Unverpacktladen öffnet – aber die werden ja zum Glück immer mehr :-)

        2. Probier´s einfach aus und genau, wenn du merkst, du verträgst es nicht gut, hast du gleich eine Alternative ;-)

          Drück mir die Daumen für den Unverpackt-Laden. Baumwoll-Wattepads (waschbar, bio, fair-trade in reiner Papierverpackung aus upcyceltem Paper) sind unterwegs. Juhuuu!

        3. https://www.etsy.com/listing/570870084/reusable-makeup-pads-organic-reusable?ref=related-1

          Also fair steht jetzt nicht direkt drauf, haben aber ein GOTS-Zertifikat. Wenn man sich da mal die Social Standards neben den Umweltstandards anguckt, ist das im Prinzip fair trade: Fairer Lohn, keine Zwangs- oder Kinderarbeit, keine präkeren Arbeitsbedingungen. Da geht sicher noch mehr, aber da kann ich hinterstehen :-)

          http://www.global-standard.org/images/GOTS_Documents/GOTS_Implementation_Manual_5.0.pdf

        4. Na, dann kann ich ja doch guten Gewissens meine Pads weiterverwenden (die haben auch ein GOTS-Zertifikat). Die Einmal-Bio-Wattepads von Terra Naturi haben aber zum Beispiel beide Siegel (also auch das Fairtrade-Siegel), weshalb ich davon ausgegangen war, dass die fairen Arbeitsbedingungen für das GOTS-Siegel nicht zwingend notwendig sind – in dem Bereich kenne ich mich einfach noch nicht so gut aus… ;-)

        5. Hier findest du die Fairtrade-Standards: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/fairtrade-standards.html
          Die sind sich sehr ähnlich, man müsste jetzt im Detail nachschauen, was für GOTS Mindestlohn bedeutet und wie Fairtrade das definiert, da gibt es bestimmt Unterschiede. So genau habe ich aber ehrlich gesagt auch noch nicht recherchiert.

          Andererseits bekommen diese Orgas ja auch Geld für ihre Zertifikate, und ich glaube das Fairtrade-Siegel ist einfach bekannter in Deutschland, sodass ein Unternehmen dann vielleicht sagt: Okay, ist das gleiche, aber die Leute kennen das andere mehr, also nehmen wir es noch dazu und verkaufen dadurch mehr Produkte … sieht ja auch nach mehr aus ;-)

  3. Ich habe mir auf Etsy waschbare Pads gekauft 20 Stk. für ca. 14€. So habe ich wahrlich genug und ich liebe sie. Keine Ahnung warum ich damit so lange gewartet habe.
    Als Haarkur benutze ich bio Apfelessig aus der Glasflasche, funktioniert bei mir super! Meine Haare sind sehr weich. Festes Duschgel und festes Shampoo von Lush benutze ich auch. Und auch mein Mann hat ein festes Duschgel von mir verpasst bekommen. 😉

    LG Lary

    1. Wow, das klingt toll! Mit den Abschminpads ging es mir übrigens ähnlich, da hab ich mich auch gefragt, weshalb ich mir die nicht schon früher angeschafft habe… 🙈 Eine saure Rinse mit Apfelessig muss ich auch noch mal (ohne Haarseife) ausprobieren 🤗

      LG, Sonja

  4. Bei mir ist es genau umgekehrt: gerade das Bad fällt mir extrem schwer. Liegt aber auch an meiner reizfreien Pflege; Seifen, Deocreme und die Naturschön-Serie fallen für mich da einfach raus. Wobei die Biobilanz von Glas auch nicht wirklich besser ist als die von Plastik. Deshalb wünsche ich mir ganz doll mehr in Sachen Biokunststoff. Ich benutze z.B. extrem ungern Bambuszahnbürsten, weil die nicht sehr hygienisch sind. Biobrush ist da echt fortschrittlich, kann aber das Potential nicht ausschöpfen, weil das Recycling in Sachen Biokunststoff einfach nicht nachgefragt wird :(

    1. Meine Haut ist zum Glück sehr unempfindlich, was es für mich einfach macht, plastikfreie oder unverpackte Produkte zu finden, aber mit etwas Kreativität kann man in dem Bereich – denke ich – zumindest Produkte ohne Zusatz von Duftstoffen/ätherischen Ölen finden 😊 Zum Beispiel Sheabutter aus dem Unverpackt-Laden oder Gesichtsöl (kommt ja meistens in Glasflaschen), aber auch die Aleppo-Seife ist ziemlich mild (diese besteht ja nur aus verseiftem Olivenöl, Wasser und Glycerin)… Ich weiß nicht, ob deine Haut empfindlich auf Natron reagiert, aber falls nicht könntest du dir ja deine eigene Deocreme ohne ätherische Öle anrühren 😉

      Mit der Ökobilanz von Glas & Plastik habe ich mich offen gestanden noch nicht auseinander gesetzt, aber da ich Glasverpackungen auch einfach schöner finde, würde ich diese eher weiterverwenden – zum Beispiel könnte man die Flasche von der Reinigungsmilch gut als Seifenspender nutzen 😁

      Wie witzig, eine Zahbürste von BioBrush habe ich auch…

      1. Das Zero-Waste-Thema finde ich mega-spannend, merke aber immer wieder, dass ich für mich einfach noch viel zu wenig weiß. Wie sinnvoll ist es z.B. unverpacktes Obst oder Gemüse zu kaufen, um zu Müll zu vermeiden, wenn es dann aber hunderte oder gar tausende Kilometer Transportweg auf sich hat (und womöglich konventionell angebaut wurde)? Gerade Einweg-Glas schneidet, bedingt durch den erhöhten Energieaufwand für die Produktion, nicht besonders gut ab. Und Sand ist als Rohstoff auch nicht unendlich. Besser schneidet Mehrweg-Glas ab, noch besser, wenn wir bei Getränken sind, tatsächlich Mehrweg-PET. Verrückt! Und ich stelle immer wieder fest, dass es einfach Dinge gibt, bei denen ich intuitiv etwas Anderes angenommen hätte. Mir fallen jetzt x-Beispiele ein. Ich glaube, ich schreibe dazu mal einen Blogpost :D
        Und klar, steckt in meinem Fall auch eine gehörige Portion Eitelkeit dahinter. Ich hab‘ mir mit falscher Pflege echt die Haut kaputt gemacht. Deshalb bin ich da super-vorsichtig geworden. Und auch wenn ich noch mal Korinthen kacken muss; egal wie hoch der Anteil verseifter Öle; Seife ist Tensid in Reinform. Ein milder gibt es da nicht, weil es den pH-Wert der Haut immer ins Basische verschiebt ;P. Aber Du hast natürlich vollkommen Recht; da ginge schon noch ein bißchen mehr bei mir. Deshalb werde ich in nächster Zeit auch ein wenig experimentieren und selber rühren. Mein Reinigungsöl oder ein Duschöl ließen sich prima selbst herstellen.

        Biobrush rules! ;)

        1. Natürlich spielen beim Thema Nachhaltigkeit unglaublich viele Faktoren mit rein – wie und wo wurde das Produkt angebaut, wurden die Arbeiter fair bezahlt, wie ist das Produkt verpackt, usw. – aber man kann nicht immer auf alles achten. So finde ich es zum Beispiel sinnvoller, eine unverpackte Orange aus nicht-kbA zu kaufen als 5 Bio-Orangen im Plastikbeutel, wenn man vorher schon weiß, dass man aus irgendeinem Grund nur die eine Orange braucht. Oder eine Avocado zu kaufen statt einer Packung Wurst. Natürlich könnte man bei den Orangen auch den Umweg zum Bioladen machen, aber Perfektionismus kann im Alltag ganz schön anstrenegnd sein… ;-( Leider gibt es da für Verbraucher – finde ich – auch noch zu wenig, woran sie sich orientieren können, denn ich wüsste beispielsweise auch nicht, ob Plastiktüten oder Papiertüten schlechter für die Umwelt sind (intuitiv hätte ich ja gesagt, die Plastiktüte müsste schlechter abschneiden…).
          Bei der Seife meinte ich gar nicht so sehr die Tenside, sondern die Zusatzstoffe, aber auch da spreche ich wieder nur aus persönlicher Erfahrung – denn auch wenn meine Haut „unkompliziert“ ist, reagiert sie auf viele konventionelle Seifen nicht so gut. Die Balea Med Seife „pH 5,5 Hautneutral“ enthät zum Beispiel Parfum und Titanium Dioxide – zwei Inhaltsstoffe, die ich versuche, zu vermeiden (wobei man bei Parfum z.B. auch nicht immer weiß, was dahinter steckt). Falls du etwas Tensidfreies suchst, kann ich noch Lavaerde als „Waschpaste“ empfehlen – aber ich bin mir sicher, du findest da schon was… ;-) Und bei mir ist im Bad (genau so wie in anderen Bereichen) auch noch eine Menge Potential da, das ich noch nicht ausgeschöpft habe – vor allem den Satz „weniger ist mehr“ habe ich da noch nicht so umgesetzt :D

  5. Danke für deinen Artikel! Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit Shampoo Bars ( festes Shampoo oder solid Shampoo genannt), würde ich dir anstelle der Haar Seife empfehlen. Liebe Grüße Nicole von einfachnachhaltig.net

    1. Liebe Nicole,
      danke für den Tipp – wo hast du deine Shampoo Bars denn gekauft? 😊
      Ich habe auch schon überlegt, mir einfach Shampoo im Unverpacktladen in eine alte Flasche abzufüllen, aber dann würde ich es vielleicht noch mal mit festem Shampoo versuchen… 😉

        1. Ich habe mir nach längerem Hin-und-her nun ein „ShampooBit“ von Rosenrot aus dem Unverpacktladen gekauft, mit dem ich bis jetzt super zufrieden bin – das funktioniert viel besser als die Haarseife! Vielen lieben Dank nochmal für den Tipp :-)

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