A Plastic Ocean

Oder: wie immer mehr Plastik in unsere Meere gelangt und was du dagegen tun kannst

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, liebe ich Dokus. Ich finde sie oft viel spannender als „richtige“ Filme, denn in Dokus geht es ja um „meine“ Welt – um die Welt, in der ich lebe. Und in „A Plastic Ocean“ geht es eben um Plastik im Meer. An sich klingt das vielleicht langweilig, aber wenn man einmal damit anfängt, sich mit dem Ausmaß der Verschmutzung und den Konsequenzen zu befassen, dann merkt man schnell, dass es hier eigentlich um einen selbst und das eigene Konsumverhalten geht. Vielleicht auch darum, dass es für uns selbstverständlich ist, Dinge „wegzuwerfen“. Dass es gar kein richtiges „weg“ gibt, ist uns dabei oft nicht bewusst, weil der Müll sich nicht vor unseren Haustüren auftürmt. In manchen Gegenden auf dieser Welt ist das anders. „A Plastic Ocean“ zeigt zum Beispiel Bilder von einer Insel, die quasi in Müll versinkt. Und so möchte ich nicht leben – und sowas möchte ich auch kommenden Generationen nicht zumuten!

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Weshalb Plastik im Meer schädlich ist

Du hast sie sicher auch schon mal irgendwo gesehen – die Bilder von Fischen und Vögeln, die verhungert sind, weil sich Plastikteile in ihren Mägen ansammeln[1] – das sind nun wirklich keine schönen Bilder. Und die Vorstellung, dass ich mit daran schuld sein könnte, behagt mir irgendwie nicht.
Auch wenn ich keinen Fisch esse, ist mir genauso unwohl zumute bei dem Gedanken, dass das Plastik, das in unsere Meere gelangt, scheinbar in kleine Partikel zerfällt, die dann in die Nahrungskette gelangen, wo sie Giftstoffe anziehen wie Magnete. Diese Giftstoffe werden im Fettgewebe von Meerestieren eingelagert und letztendlich von uns gegessen[2].
Und auch die Vermutung, dass 2050 mehr Plastik im Meer herum schwimmt als Fische[3], finde ich gruselig! In manchen Gebieten konnten Forscher jetzt schon mehr Mikroplastik – also Plastikpartikel, die kleiner als 5 mm sind – als Plankton finden.

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Wie Plastik ins Meer gelangt

Auch wenn du nicht an der Küste wohnst, stehen die Chancen gut, dass von dir weggeworfener Plastikmüll ins Meer gelangt, denn ein Großteil des Plastiks gelangt über Flüsse dorthin. Und in die Flüsse gelangt das achtlos irgendwo fallen gelassene Plastik ganz einfach durch den Wind.
Eine weitere Verschmutzungsquelle ist das heimische Badezimmer. Zahnpasta, Scheuermilch und Peeling zum Beispiel enthalten häufig Mikroplastik, welches aus dem Abwasser praktisch nicht herausgefiltert werden kann[2]. Aber auch Mikrofaser-Tücher und Kleidungsstücke, die zum Beispiel Polyester oder Nylon enthalten, verlieren beim Waschen wohl winzigste Plastik-Partikel[4].

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Was du dagegen tun kannst

  • Im Unverpacktladen einkaufen oder Obst und Gemüse im Supermarkt lose auf’s Band legen
  • Einen eigenen Mehrwegbecher für Kaffee und eine wiederverwendbare Trinkflasche dabei haben
  • Den übrigen Plastikmüll ordnungsgemäß in den gelben Sack oder die Wertstofftonne werfen
  • Kosmetikartikel ohne Mikroplastik kaufen (hierzu auf Naturkosmetik-Siegel achten oder die App Codecheck verwenden)
  • Beim Waschen von Kunstfasern den Guppyfriend Beutel verwenden, der Mikroplastik abfängt
  • Beim Coastal Cleanup Day mitmachen oder in deiner Stadt Müll sammeln, der achtlos fallen gelassen wurde
  • Eine Mail an Hersteller von Kosmetik oder Lebensmitteln schreiben und sie darüber informieren, dass Interesse an einer plastikfreien Verpackung für ihr Produkt besteht
  • Petitionen unterschreiben

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Quellen

[1] Film „A Plastic Ocean“

[2] BUND Einkaufsratgeber Mikroplastik

[3] Zeit Online

[4] Bund Publikation „Plastic – it’s not fantastic“

[Werbung // Markennennung, selbstgekauft / Verlinkte Internetseiten, unbezahlt]

2 Antworten auf „A Plastic Ocean

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