Startertipps für einen nachhaltigen „Urban Jungle“

Einen besonders grünen Daumen habe ich wohl nicht – und trotzdem sitze ich nun hier und schreibe diesen Blogpost, denn auch an mir sind die vielen Bilder von #urbanjunglehomes und #plantlovern, die man in letzter Zeit en masse auf Instagram und Pinterest findet, nicht spurlos vorbeigezogen. Von einem Schlafzimmer, das so aussieht, als habe man einfach ein Bett in den botanischen Garten gestellt, bin ich zwar noch weit entfernt – langsam aber sicher wächst nun aber auch mein „Urban Jungle“. Und natürlich habe ich versucht, auch dieses Vorhaben möglichst nachhaltig zu gestalten – sprich: mir nicht einfach Zimmerpflanzen und ein Zehnerset Töpfe zu kaufen. Wie ich stattdessen vorgegangen bin und was ich anderen Anfänger*innen raten würde, habe ich deshalb in diesem Beitrag für euch gesammelt.

Urban Jungle anfangen wie, Urban Jungle, Zimmerpflanzen, Houseplants, nachhaltige Pflanzen

Wie findet man die richtigen Pflanzen?

Gerade zu Beginn der eigenen „Pflanzenkarriere“ tut man sich einen Gefallen, wenn man auf leicht zu pflegende Exemplare setzt, denn so erspart man sich viel Frust (einige gut für Anfänger*innen Geeignete habe ich weiter unten aufgezählt). Je nach Wohnung sollte man außerdem recherchieren, welche Pflanzen mit weniger Licht auskommen, damit man sich nicht etwas kauft (oder ertauscht), was von vorneherein keine wirkliche Überlebenschance hat. Die meisten Pflanzen orientieren sich übrigens an der Sonne, weshalb man sie regelmäßig drehen sollte, damit sie schön gleichmäßig wachsen.

Beliebte Pflanzen unter Anfänger*innen sind zum Beispiel Efeututen, Pilea, Monstera und Bogenhanf. Letzterer braucht viel Licht; ansonsten sind diese recht pflegeleicht und müssen nur alle paar Tage, im Winter alle paar Wochen gegossen werden. Aber auch Kakteen und Sukkulenten benötigen in der Regel sehr wenig Wasser und verzeihen es einem, wenn man mal eine Weile lang das Gießen vergisst. Ich habe außerdem sehr gute Erfahrungen mit einer Purpurtute und einem Kolbenfaden gemacht, während mein Geldbaum sich leider noch etwas schwer tut…

Avocado ziehen, Urban Jungle anfangen wie, Urban Jungle, Zimmerpflanzen, nachhaltige Pflanzen

Woher bekommt man die Pflanzen?

Pflanzen und Ableger kann man im Prinzip überall herbekommen – sei es von Freunden, über Instagram (die Bloggerin Annie von Today Is gibt über ihren Zweit-Account Secondhandecke“ beispielsweise Ableger ihrer Pflanzen ab) oder auf einer Tauschparty. Über einen Tausch via Instagram bin ich übrigens auch zur stolzen Besitzerin meiner Purpurtute geworden…

Einige meiner Pflanzen habe ich mittlerweile auch schon selbst gezogen. Hier gibt es zwei Varianten: Ableger und Stecklinge. Für letztere trennt man – wenn diese groß genug ist – einen etwa zehn Zentimeter langen, nicht verholzten Trieb von der ursprünglichen Pflanze ab und steckt ihn in ein Glas mit Wasser. Nach zwei bis drei Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben und der Steckling kann eingepflanzt werden. Das funktioniert zum Beispiel bei Ficus-Arten und beim Geldbaum. Ableger hingegen entspringen dem Haupttrieb der Mutterpflanze und haben oft schon Wurzeln, wenn man diese abtrennt. Dafür schneidet man den Trieb mit einem Messer möglichst dicht an der Mutterpflanze ab, ohne diese zu verletzen. Das funktioniert zum Beispiel bei Sukkulenten (die pflanzt man dann – anders als auf dem Bild oben – direkt in einen Topf mit Erde, oder aber man lässt sie noch ein paar Tage liegen, bis die Schnittfläche getrocknet ist). Aus Avocadokernen lassen sich mit ein wenig Geduld ebenfalls kleine Bäumchen ziehen – eine Anleitung dazu findet ihr zum Beispiel auf dem Blog „Green and Whales“.

Ein Besuch im botanischen Garten könnte sich übrigens auch lohnen – dort werden manchmal überschüssige Pflanzen gegen eine kleine Spende abgegeben! Und zuletzt kann ich euch noch empfehlen, mal auf dem Bio-Bauernmarkt zu stöbern, denn dort gibt es oft Saatgut und Pflanzen – wenn auch eher für Garten und Terrasse – zu kaufen.

Nachhaltige Zimmerpflanzen, Urban Jungle, Zimmerpflanzen, Houseplants, nachhaltige Pflanzen

Wo bekommt man umweltfreundliche Erde her?

Wenn man die ganze Sache nachhaltig angehen will, sollte man sich Blumenerde am besten im Bioladen oder -Supermarkt kaufen. Eine gute Alternative ist auch der „Kokoblock“ von Gepa, welcher durch das Hinzufügen von Wasser auf das sieben- bis achtfache seines Volumens anwächst und schließlich etwa neun Liter gebrauchsfertiges Substrat ergibt. Wer meinen Artikel zum Gemüseanbau ohne Garten kennt, weiß sicherlich schon: das hat gleich mehrere Vorteile. Kokosfasern sind nämlich ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Seilen und Teppichen. Der Kokoblock ist laut Gepa folglich eine gute Alternative zum ökologisch bedenklichen Torfabbau. Da der Block sehr kompakt ist, kann man ihn außerdem – anders als einen 10L-Sack Erde – auch leicht im Rucksack oder Jutebeutel transportieren. Und so fällt auch weniger Plastikmüll an, da die zu verpackende Fläche kleiner ist.

Nachhaltiger Urban Jungle, Ableger selbst ziehen, Urban Jungle, Zimmerpflanzen, nachhaltige Pflanzen

Woher findet man schöne Töpfe?

Auch Töpfe findet man mit etwas Mühe Second Hand – ebenfalls via Instagram, oder aber auf Flohmärkten. Und oft stehen auch bei Freund*innen und Verwandten im Keller oder auf dem Dachboden noch einige Schätzchen rum – da lohnt es sich auf jeden fall, einfach mal nachzufragen!

Und wenn es doch was Neues sein soll: eine nachhaltigere Option ist es, den lokalen Einzelhandel zu unterstützen und zum Beispiel nach einer kleineren Töpferei in der Umgebung zu suchen. Fair gehandelte Körbe, in die man größere Pflanzen (mitsamt Topf) setzen kann, gibt es häufig auch in Weltläden…

Und nicht zuletzt ist es auch eine gute Idee, sich mal auf Pinterest nach Upcycling-Ideen umzuschauen.

Urban Jungle anfangen wie, Urban Jungle, Zimmerpflanzen, Houseplants, nachhaltige Pflanzen

Hat euch das Pflanzenfieber auch schon gepackt? Und habt ihr noch weitere Tipps zum Urban Jungle?

2 Antworten auf „Startertipps für einen nachhaltigen „Urban Jungle“

  1. Ja, tatsächlich. Ich habe eigentlich alles andere als einen grünen Daumen, aber meine Aloe Vera vermehrt sich wie verrückt und seitdem das mit dem Vermehren klappt, traue ich mich auch an andere Pflanzen heran.

Kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.