Nachhaltiger einkaufen beim Discounter

Heute möchte ich zeigen, wie ein nachhaltigerer und trotzdem günstiger Einkauf aussehen könnte, um mit dem Klischee aufzuräumen, dass bio, vegan oder unverpackt viel zu teuer ist. Deshalb habe ich fünf Tipps für den Einkauf beim Discounter zusammengestellt und versuche, nebenbei auch noch einen kleinen Einblick in das Sortiment verschiedener Läden zu geben!

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1. Saisonales, Regionales und „Unperfektes“ einkaufen

Bei frischem Obst und Gemüse sollte man darauf achten, ob es gerade Saison hat. Dabei kann zum Beispiel die App „Saisonkalender“ helfen. Wenn man die Wahl hat, sollte man außerdem lieber zu regional angebauten Produkten greifen. Einfach mal auf die Preisschilder gucken, da müsste das Herkunftsland vermerkt sein. Außerdem freuen sich Single-Bananen oder Tomaten mit einer kleinen Delle, wenn sie mitgenommen werden und nicht nach Ladenschluss in den Müll wandern, weil sie sonst niemand kauft!

2. Eigene Beutel mitnehmen

Loses Obst und Gemüse kann man einfach in eigene, wiederverwendbare Gemüsenetze legen. Aldi und Lidl haben vor einer Weile übrigens angekündigt, in Zukunft mehr davon anzubieten, um einen Beitrag zur Reduktion von Verpackungsmaterial zu leisten. Bei fast allen Discountern gibt es mittlerweile auch eine Brot-Theke (teils sogar mit Bio-Backwaren), was es einem ermöglicht, Brot im eigenen Beutel mitzunehmen. Einfach einen transparenten Beutel verwenden oder den Beutel an der Kasse kurz öffnen und den Inhalt vorzeigen – damit hatte ich noch nie Probleme. Und nicht den Jutebeutel zum Verstauen der Einkäufe vergessen!

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3. Zu Gläsern & Dosen statt Plastikverpackungen greifen

Aus dem Buch „Ohne wenn und Abfall“ von Milena Glimbovski weiß ich: Weißblechdosen werden bis zu 100%, Papier zu 88% und Glas zu 85% recycelt. Am schlechtesten schneidet Plastik mit 20 bis 50% ab (und noch schlimmer sind Verbundstoffe wie Tetrapaks), weshalb man – wenn man die Wahl hat – lieber zu Produkten im Glas greifen sollte. Noch nachhaltiger ist es, wenn man die Gläser nach Benutzung ausspült und sie wiederverwendet oder sie im Unverpacktladen abgibt, denn um Glas einzuschmelzen, wird enorm viel Energie in Form hoher Temperaturen benötigt. Alternativ bieten sich auch Lebensmittel in der Dose an.

4. Mehr vegane Produkte kaufen

Sich vegan zu ernähren ist grundsätzlich nachhaltiger, weshalb ich zum Beispiel gerne zum Haferdink statt zur Milch und zum Hummus oder zum Brotaufstrich statt zur Packung Käse greife. Beim Lidl gibt es soweit ich weiß sogar vegane Tiefkühlpizza, beim Aldi (Süd) hingegen eine große Auswahl an leckeren Fleischersatzprodukten in Bio-Qualität.

5. Auf Bio- und Fairtrade Siegel achten

Bei allen Discountern gibt es mittlerweile eine breite Palette an Produkten, die Bio- oder Fairtrade- zertifiziert sind – bei Lidl findet man immer häufiger sogar Bioland-Produkte. Mit dem Kauf stimmt man sozusagen für strengere Richtlinien, was den Einsatz von Stickstoffdünger, Haltungsbedingungen für Tiere, Arbeitsbedingungen und Löhne angeht, ab, tut der Umwelt und nicht zuletzt auch der eigenen Gesundheit etwas Gutes.

Bei Aldi gibt es manchmal sogar Bettwäsche oder Sportbekleidung aus Bio-Baumwolle oder mit Fairtrade-Siegel – haltet einfach mal die Augen offen!

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Fazit: Auch mit kleinem Budget kann man etwas erreichen, wenn man Kaufgewohnheiten reflektiert und umstellt

Versteht mich bitte nicht falsch, der Einkauf beim Bio-Bauern aus der region wäre in jedem Fall nachhaltiger und gewissermaßen stimmt es, dass Discounter-Bio-Produkte ein Konkurrenz für lokale Biobauern, -Märkte und -Läden darstellen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es besser ist, Bio-Produkte im Discounter zu kaufen, als konventionelle Produkte im Supermarkt, wenn man sich eine Bio-Kiste nicht leisten kann. Der Einkauf, den ihr oben auf dem Foto seht, hat zum Beispiel nur rund 25€ gekostet.

Es gibt aber noch eine Menge weiterer Möglichkeiten, die für Leute mit wenig Geld interessant sein könnten und auf die ich an dieser Stelle noch hinweisen möchte: Foodsharing, TooGoodToGo oder Läden, die nach dem „zahl was es dir wert ist“-Konzept arbeiten (wie die fairTEiLBAR in Münster).

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Eine Antwort auf „Nachhaltiger einkaufen beim Discounter

  1. Ein interessanter und hilfreicher Artikel. :) Denn dass Bio so teuer ist und man es sich nicht leisten kann, ist ja irgendwie auch eins dieser Totschlagargumente. Da weiß ich nie, wie ich darauf reagieren soll, wenn mir das jemand vorhält. Ich hab mal auf Instagram gelesen, dass man zum Beispiel auch viel Geld einspart, wenn man seinen Süßigkeitenkonsum einfach reduziert, weil Biosüßigkeiten ja ziemlich teuer sind. Aber wenn man weniger isst, kann man sich das dann auch in Bioqualität leisten. Und gesünder ist es auch! :P

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