Fair Fashion Labels: Meine Favoriten

Wenn es um faire Mode geht, fallen vielen Leuten Armedangels und erlich Textil, vielleicht noch Veja ein – und das war’s dann meistens auch schon. Weil es aber viele etwas kleinere Fair Fashion Labels gibt, die ebenso schöne Kleidungsstücke und Accessoires herstellen, möchte ich euch hier eine Liste meiner liebsten Fair Fashion Labels an die Hand geben. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dies sind nur die Marken, die sich auch in meinem Kleiderschrank wiederfinden – ergänzt eure Favoriten gerne in den Kommentaren!

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Basics

stanley/stella

Shirts aus Bio-Baumwolle in verschiedenen Schnitten und in allen erdenklichen Farben – dafür ist stanley/stella bekannt. Das Label befindet sich eher am unteren Ende der Preisspanne und ist somit auch für ein kleineres Budget geeignet. Trotzdem sind die Produktionsstätten GOTS-zertifiziert und das Label Mitglied in der Fair Wear Foundation. Alle Stücke von stanley/stella sind vegan.

People Wear Organic

Ziemlich günstig ist auch das GOTS-zertifizierte Label People Wear Organic, dessen Sortiment man Online und in Alnatura-Märkten findet (denn People Wear Organic ist aus der Alnatura Naturtextil hervorgegangen). Es stellt gemütliche Yoga- und Loungewear sowie Wäsche und Babykleidung aus Bio-Baumwolle, aber zum Beispiel auch aus Wolle-Seide-Mischungen her.

Living Crafts

Living Crafts ist gewissermaßen das „Tchibo“ unter den grünen Labels; die Kleidungsstücke des Labels gibt es in einigen Filialen von denn’s Biomarkt zu kaufen. Im GOTS-zertifizierten Sortiment findet sich vor allem Loungewear, aber auch ein paar Basic-Teile, die man gut im Alltag tragen kann. Verwendet wird Bio-Baumwolle, aber auch Bio-Leinen und Bio-Wolle.

Klassiker

Maas

Maas ist ein Familienunternehmen und zählt zu den Gründungsmitgliedern des IVN (Internationaler Verband Naturtextilien). Der Hauptteil der Kleidung wird in Deutschland und im europäischen Ausland produziert. Mittlerweile gibt es in mehreren deutschen Städten auch Maas-Läden, wo neben den eigenen Kollektionen auch die anderer Labels verkauft werden.

Lanius

Das Kölner Label besticht durch zeitlose Eleganz und hochwertige Stoffe sowie das GOTS-Zertifikat. In Kooperation mit der Zeitschrift Brigitte oder Kunert hat das Label schon verschiedene feminine Kollektionen herausgebracht. Verarbeitet werden darin neben Bio-Baumwolle beispielsweise auch Wolle aus biologischer Tierhaltung oder Econyl (recyceltes Nylon).

PeopleTree

Der verspielte Look macht PeopleTree in der grünen Szene zu etwas besonderem. Bereits vor mehr als 20 Jahren gründete Safia Minney ihr Label in London mit dem Ziel, den fairen Handel in kleinen Betrieben in Indien, Bangladesh und Nepal zu stärken. PeopleTree ist Mitglied der World Fair Trade Organization; die meisten Bio-Baumwoll-Produkte tragen zusätzlich das FairTrade-Siegel.

Knowledge Cotton Apparel

Knowledge Cotton Apparel stammt aus Dänemark und kombiniert klassisches Auftreten mit moderner Alltagskleidung. Neben Hemden, Badeshorts und Wäsche für ihn stellt das GOTS-zertifizierte Label auch Mützen und Schals aus Wolle aus biologischer Tierhaltung oder Bio-Baumwolle in allen möglichen Farben her.

Kuyichi Pure Goods

Das bereits 2001 gegründete Fair Fashion Label Kuyichi gilt als Vorreiter in der fairen Mode und ist spezialisiert auf Jeans, die aus GOTS-zertifizierter oder recycelter Baumwolle hergestellt werden. In einigen Modellen wird recyceltes Polyester verwendet, andere kommen ganz ohne aus. Seit 2016 verzichtet das Label außerdem auf Leder-Patches, die Jeans sind somit vegan.

Jung & Alternativ

recolution

Nachhaltige Streetwear und grünere Städte – dafür steht recolution. 2010 gegründet, war das Unternehmen eins der ersten, das beweist, dass man urbane, zeitlose Stücke auch unter fairen Bedingungen herstellen kann. Die Produkte von recolution sind vollständig made in Europe (Details zu den Produktionsstätten findet man auf der Website des Labels) und alle Zulieferer*innen sind GOTS-zertifiziert. Für Schüler*innen und Studierende gibt es 10% Rabatt im Onlineshop.

Miss Green

Das niederländische Label Miss Green produziert unkomplizierte, junge Mode. Es ist GOTS-zertifiziert und Peta approved vegan. Für die verspielten Kollektionen wird größtenteils Bio-Baumwolle und Tencel verwendet.

Mit Ecken und Kanten

Eigentlich ist Mit Ecken & Kanten ein Onlineshop für nachhaltige B-Ware (unter anderem für faire Kleidungsstücke, die kleine Produktionsfehler haben, nicht mit in die Kollektion aufgenommen wurden oder Teil eines Restbestands sind), hat aber auch eigene Produkte wie das „why so perfect, honey?“-Shirt. Wer auf der Suche nach günstigeren Produkten mit einem Statement dahinter ist, wird hier fündig.

bayti hier

bayti hier ist ein faires und integratives Label, das westliche Stile mit orientalischen Mustern und Schriftzügen kombiniert. Es stammt aus meiner Heimatstadt Münster und bringt geflüchtete Menschen aus der arabischen Welt mit Studierenden zusammen. Verkauft werden die Teile über den Onlineshop oder im Bauwaagen, der samstags auf dem Markt am Domplatz steht.

dariadéh

Das Label der Influencerin und Aktivistin DariaDaria liebe ich allein schon wegen seiner Größen: Wer bei dariadéh bestellt, kann ruhig eine Größe kleiner wählen. Damit setzt die Marke einen Gegenpol zu den immer enger werdenden Größen der riesigen Ketten und dem problematischen Schönheitsideal, das damit einhergeht. Außerdem wird hier konsequent (z.B. mit Knöpfen aus Corozo-Nüssen statt aus Plastik) und transparent gearbeitet – ein Blick auf die FAQ-Seite des Onlineshops lohnt sich!

Wäsche

contraer

Von schlicht bis Spitze findet man bei contraer eine Auswahl schöner Wäsche (hauptsächlich aus MicroModal) zu bezahlbaren Preisen. Der Hauptproduktionsort liegt in Deutschland auf der Schwäbischen Alb. Einen schönen Einblick in die Produktion gibt Franzi auf ihrem Blog, wo ich contraer auch entdeckt habe.

Comazo Earth

Die Produkte aus der earth-Kollekion des Labels comazo tragen das FairTrade-Cotton-Siegel sowie das GOTS-Zertifikat (andere Kollektionen des Unternehmens sind nicht zertifiziert, also Augen auf!). Bei comazo werden die Mitarbeiter*innen auch als Models eingesetzt, was dem Ganzen einen persönlichen Touch gibt.

Organic Basics

Organic Basics setzt auf recyceltes Nylon, Tencel, Bio-Baumwolle und „SilverTech“ (ein Material, das aufgrund seiner Funktionsweise seltener gewaschen werden muss). Die Produkte des Labels sind – wie der Name schon sagt – ziemlich Basic. Die schönen Schnitte sind aber in mehreren Farben erhältlich.

Schuhe

Ethletic

Chucks sind wohl ein Klassiker unter den Schuhen – die von Ethletic sind aber aus FairTrade-zertifizierter Bio-Baumwolle und FSC-zertifiziertem Kautschuk. Trotzdem sind sie kaum teurer als das „Original“.

Melawear

Melawear beansprucht für sich, den nachhaltigsten Turnschuh der Welt anzubieten: Fair produziert, GOTS- und FairTrade-Cotton-zertifiziert. Das zeitlose, sportliche Design ist für den Alltag bestens geeignet.

Taschen & Portemonnaies

PinqPonq

PinqPonq ist Mitglied in der Fair Wear Foundation und stellt hippe Rucksäcke und bezahlbare Taschen aus recyceltem PET her. Die zwei Punkte – einer rot, einer blau – sind inzwischen schon fast Kult.

GrünBag

GrünBag stellt Rucksäcke in einem Studio in Aarhus (Dänemark) her. Verwendet werden dafür in erster Linie recycelte Materialien (konkret: Alte Segel oder Material, das bei der Produktion von LKW-Planen übrig bleibt und sonst im Müll landen würde). Daher sind die Rucksäcke, (Laptop-)Taschen und Kulturbeutel auch recht stabil.

o my bag

o my bag stammt aus Amsterdam und stellt unter anderem wunderschöne Portemonnaies her. Das Label setzt dabei laut eigener Angabe auf natürlich bzw. pflanzlich gegerbtes Leder und langjährige Partnerschaften mit den Produktionsstätten.

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