Brauchen wir mehr Feminismus, um wirklich nachhaltig zu leben? [Gastbeitrag]

Von Feminismus und Nachhaltigkeit keine Spur

Bin ich zu dick, falsch angezogen, nicht schön genug? Du kennst diese Fragen, die sich in unserem Kopf häuslich einrichten. Oder? Sie erzeugen einen Druck, unbedingt mal wieder an uns selbst rum zu optimieren.

Ich jedenfalls kenne diese Fragen und habe mich viel zu oft von Werbung und perfekten Bildern verunsichern lassen. Dann habe ich gekauft, was man halt so kauft, um dazuzugehören. In meinem Kopf ein Rollenbild von mir als Frau, dass mich nicht nur viel Geld gekostet hat, sondern auch ziemlich umweltschädlich war und unglücklich gemacht hat.

Zur Beruhigung gab es dann eine Folge GNTM mit allen Werbepausen oder eine Runde im Internet mit tollen Aktionen, Sales und Wohnreportagen. Also noch mehr perfekte, schöne Scheinwelt, die lediglich die Marketingleute und Analysten des Wirtschaftswachstums freut.

Was bleibt, ist immer wenig Zeit und Raum für andere Themen, wie ehrenamtliches Arbeiten, soziales Miteinander oder einfach die Situation von Menschen, außerhalb dieser Scheinwelt wirklich wahrzunehmen. Und damit meine ich wirklich hinsehen und verstehen.

Wir lenken uns alle ständig ab oder lassen es zu, ständig abgelenkt zu werden.

Irgendwann, nachdem ich aus dem Hamsterrad der Selbstoptimierung durch Konsum ausgestiegen bin, bin ich darauf gekommen, dass die Themen Feminismus, Nachhaltigkeit und Frauenrechtsbewegungen sehr eng miteinander in Verbindung stehen. Du fragst dich wie?

Zero Waste Feminismus, Frauenbewegung Nachhaltigkeit, Feminismus Nachhaltigkeit, Ökofeminismus